Ostertörtchen 2016 „Emma“ & Rezension: Crazy Cake Design

Ich wünsche Euch wundervolle Ostertage 2016!

 
Die diesjährige Ostertorte habe ich nach Rezepten und Idee aus dem Buch „Crazy Cake Design“, von Stefanie Noé; ISBN 978-3-8174-9678-5; erschienen 2015 im Compact Verlag, München. Mit 14,99€ ist das Hardcover-Buch für wenig Geld zu haben und bietet auf 144 Seiten eine Vielzahl an Tortenideen und Tipps und Tricks für angehende Tortenkünstler. Mein Fazit zum Buch findet Ihr weiter unten, nach den Rezepten und Bildern, am Ende des Osterbeitrags.

An dieser Stelle nochmal vielen lieben Dank an die gute Freundin, von der ich das Buch letztes Jahr bekommen habe.

 
Als Ausgangsbasis habe ich mich für den Sprudelkuchen nach Oma Linchen entschieden, welchen Ihr im ausführlichen Grundlagenteil des Buches auf Seite sechs findet. Ich habe ein paar leichte Abwandlungen vorgenommen, entsprechend den Zutaten, die ich im Haus hatte bzw. wie es mir günstiger erschien. Das Endergebnis war ein wirklich leckerer, leicht feuchter und fester Boden.

 

Zutaten (Teig)

  • 5 Eier (Größe M, ich habe L genommen, da nichts anderes zur Hand)
  • 300g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 35g Backkakao (Im Buch stehen 75g, das ist meiner Meinung nach aber etwas zu viel, die Hälfte war mehr als ausreichend.)
  • 200g gemahlene Nüsse (Man kann auch gut eine Mischung aus Nüssen und Mandeln nehmen, was halt da ist und grad weg muss, so, wie ich es getan habe.)
  • 230g Mehl
  • 1 Pck. Backpulver
  • 75ml Öl
  • 180ml natürliches Mineralwasser mit Kohlensäure (gut, dass ich ein Sodaclub-Gerät im Haus habe.)

 

Zubereitung (Teig)

  1. Alle Zutaten nacheinander miteinander verrühren.
  2. 26er Springform fetten und den Teig einfüllen.
  3. Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 160 Grad Umluft vorheizen.
  4. Ca. 50 Min backen.

An dieser Stelle wird im Buch der Tipp gegeben, den Boden auf dem Kopf auf einem Abkühlgitter auskühlen zu lassen. Dies empfehle ich nicht, da, wenn die Wölbung größer ist, der Boden durch sein eigenes Gewicht Risse bekommen kann.

Am besten Ihr lasst Ihn auf dem Gitter richtig rum auskühlen. Da er eh geteilt wird, habe ich dann die Hälfte mit der Wölbung einfach als Boden genommen, dass die Wölbung in der Füllung  steckt und den eigentlichen Boden nach oben aufgelegt, dass man eine grade Fläche hat zum Eindecken.

  

Kommen wir nun zur Füllung: Ich habe mich dabei für die Erdbeercreme von Seite acht entschieden.

Zutaten (Füllung)

  • 250g Erdbeeren
  • 400g Sahne
  • 4 Pck Sahnesteif (ACHTUNG: Im Buch steht ein Päckchen Tortencremepulver, da ich aber von diesen Fertigmichungen nicht viel halte, habe ich es ersetzt durch 2 Pck Sahnesteif, dies war etwas dünn, daher würde ich 4 Pck empfehlen, dies ist aktuell aber noch ungetestet!)
  • 2 EL Puderzucker
  • 1 EL Zitronensaftkonzentrat (Im Buch steht etwas abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone.)
  • 400g Naturjoghurt
  • Erdbeermarmelade (Die steht nicht im Buch, aber ich finde sie gibt dem ganzen noch einen Frucht-Push.)

 

Zubereitung (Füllung)

  1. Erdbeeren waschen, putzen und pürieren.
  2. Sahne steif schlagen.
  3. Erdbeerpüree, Sahnesteif, Puderzucker und Zitronenkonzentrat verrühren.
  4. Naturjoghurt dazu geben und unterrühren.
  5. Schließlich die Sahne unterheben und die Füllung auf dem im Tortenring eingespannten Tortenboden verteilen.
  6. Zweiten Tortenboden mit Erdbeermarmelade bestreichen und gerade auflegen.
  7. Das ganze am besten über Nacht, mindestens jedoch 2 Std. Im Kühlschrank fest werden lassen. (Diese Angabe fehlte mir im Buch leider, oder ich habe sie einfach nicht gefunden.)

Dekoration

Nun kommen wir zur Gestaltung der Torte. Da Ostern ist, habe ich mich für ein frisches Frühlingsdesign entscheiden, wie es auf Seite 36 zu finden ist. 

Ich persönliche fand ein bisschen mehr Zaun und weniger grün schöner, daher seht Ihr oben bei meiner Interpretation dieser Torte einen solideren Zaun angebracht. Außerdem dachte ich mir, dass Emma (so habe ich mein Schäfchen genannt) auch ein zartrosa Fall bekommen sollte, bei dem verträumten Blick passte das einfach.

 

 

Ich präsentiere: Emma
 
Mein Fazit zum Buch

Insgesamt lässt sich festhalten, dass es sich bei „Crazy Cake Design“, von Stefanie Noé, um ein ordentliches Buch für den Einsteiger in die Tortendekoration handelt, das leider an ein paar Stellen nicht ganz so ordentlich umgesetzt wurde. Für 14,99€ erhält man aber einen schönen Ideenlieferant für einfach gestaltete Torten, die gerade für Anfänger gut und mit wenigen Hilfsmitteln nachzumachen sind. 

Man mag es als Mangel verstehen, dass manche der Torten im Buch nicht so sauber gearbeitet aussehen, ich finde aber, dass dies gerade für ein Buch, dass sich an Anfänger richtet, sehr sympathisch ist. Als Beginner wird man niemals die perfekten Ergebnisse erhalten, die wir heutzutage in den Foren immer zu sehen bekommen.

Das Buch ist in einen Grundlagenteil, in dem Ihr Rezepte, Equipment, Techniken, Tipps und Tricks sowie Accessoires findet, und einen Hauptteil aufgeteilt, in dem Ihr, nach den Jahreszeiten gegliedert, verschiedene Ideen für passende Torten findet.

Es ist eher als Richtlinie zu sehen, die Angaben passen leider nicht immer ganz genau (dies macht es natürlich für Anfänger leider sehr schwer), so wurde z.B. angegeben, man solle für die Beine des Schafs 7cm lange Stränge rollen, was aber viel zu lang ist, mehr als 4cm dürften es nicht sein. Am besten Ihr richtet Euch nach den ausführlichen Bildanleitungen, die einen guten Eindruck von dem liefern, was von Euch an jedem Punkt erwartet wird.

Auch beim Ganache-Rezept bitte Vorsicht, hier wird empfohlen zum Einstreichen und für Füllung die gleiche Ganache zu verwenden. Dies ist, so wie ich es gelernt habe aber nicht richtig. Zum Einstreichen muss der Schokoladenanteil definitiv höher sein. (Ich werde noch einen Basisbeitrag zu Ganache schreiben und dann an dieser Stelle auch verlinken, bis dahin findet Ihr mein Ganache-Rezept hier im Beitrag zu meiner Spitzendekor-Torte vom letzten Sommer.)

Natürlich habe ich nicht jedes Rezept oder jede Anleitung nachgemacht und hatte vielleicht einfach Pech, dass ich die Fehlerstellen gefunden habe. Aber ein bisschen mit offenen Augen nachmachen schadet ja nie.

Wer ein paar Worte der Autorin selber hören möchte, der findet ein sympathisches Vorstellungsvideo hier.

Und zum Schluss noch ein paar Bilder aus dem Buch, dass Ihr einen Eindruck bekommt, was Euch erwartet.

    
 

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