Lavendelbrot

In den letzten Wochen habe ich einen neuen absoluten Liebling gefunden: Das Lavendelbrot.

Wenn man an Lavendel denkt, kommt bei mir als erstes der Gedanke an Potpourri oder aber an Frankreich und die Provence. Weitere Assoziationen sind bei Euch sicher Parfüm oder Duftöle und Waschpulver. Aber Lavendel bekommt in letzter Zeit auch immer mehr Aufmerksamkeit in der Küche und heute auch bei mir in diesem Rezept für ein fantastisches und ein wenig exotisches Brot.

Eine kleine Warnung vorab: Der Geschmack ist sehr intensiv und sicher nichts für jeden. Ich liebe ihn aber <3 und mit Kräuterfrischkäse, Schinken, etwas Senf und Gewürzgurken belegt ist es der absolute Hit! Tastet Euch am besten ran und verwendet zunächst die halbe Menge von dem was ich ins Rezept geschrieben habe, dann von Brot zu Brot erhöhen, so kommt Ihr auf die für Euch und Eure Familie richtige Menge.

Die Frage ob trockener oder frischer Lavendel kommt ganz auf die Jahreszeit und damit die Verfügbarkeit an. Ich habe eine super Faustregel gefunden die besagt: Ein Esslöffel getrocknete Lavendelblüten entfaltet genau soviel Aroma, wie zwei bis drei Esslöffel frische Blüten. Im Rezept habe ich getrockneten Lavendel verwendet.

Bei der Wahl des Lavendels solltet Ihr darauf achten, dass ihr ihn selbst gezogen habt, oder aber Bio-Qualität verwendet. Wenn Ihr Lavendel aus dem Baumarkt oder dem Gartencenter nutzt, lasst ihn erst ein Jahr im Garten wachsen, bevor ihr ihn zum Kochen verwendet, dann sind die Pestizide wieder raus.

Wer noch ein bisschen mehr zu diesem wirklich unterschätzten Gewürz haben möchte, dem empfehle ich folgende Website: lavendel.net

Das folgende Rezept ist passend für eine 25 cm Kastenform und reicht gut für einen Sonntagmorgen mit 5-6 Personen. Nach einer Partynacht vielleicht auch nur für vier.

Zutaten

  • 350 g Dinkelmehl (Type 630)
  • 350 g Weizenmehl (Type 405)
  • 100 g Haferflocken
  • 20 g Lavendelblüten
  • 20 g Salz
  • 2 Prisen Zucker
  • 2 Pck. Trockenhefe (je 7 g)
  • 7 EL Olivenöl
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • Mehl zum bestäuben

Zubereitung

  1. Zunächst müssen alle trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander gute vermischt werden.
  2. Dann Olivenöl und Wasser hinzugeben und mit den Knethaken zu einem glatten Teig verkneten (etwa 5 Minuten).
  3. Die Schüssel abdecken und gut eine Stunde bei Zimmertemperatur gehen lassen.
  4. Den Teig nochmals kurz durchkneten (ca. 2 Minuten), mit etwas Mehl bestäuben und zu einem Brotlaib formen.
  5. Den Laib mit etwas Wasser bestreichen und in der leicht gefetteten und bemehlten Kastenform abgedeckt nochmals gut 30 Minuten gehen lassen.
  6. Schließlich oben einschneiden und im vorgeheizten Backofen bei 220 Grad Ober-/Unterhitze 20 Minuten backen, dann die Temperatur auf 180 Grad senken und weitere 35 Minuten backen.
  7. Nach dem Backen ca. 10 Minuten in der Form belassen, dann herauslösen und auf einem Auskühlgitter auskühlen lassen.
  8. Anschneiden, belegen, servieren und genießen!

4 Gedanken zu „Lavendelbrot

  • April 4, 2024 um 12:31 pm
    Permalink

    Hallo,
    ich hatte noch nie wirklich Glück beim backen (außer Kekse 😅).
    Da ich aber sehr viel Lavendel zu Hause habe und schon lange anfangen wollte Brot zu backen, bin ich hier gelandet und habe das Rezept ausprobiert.

    4 Brote habe ich die letzten 8 Tage gebacken und alle 4 sind wunderbar geworden 😍

    Für absolute Nicht-Backer ist es absolut perfekt!
    Da mir der Lavendelgeschmack doch zu intensiv ist (ich hab die Menge auf 10g reduziert) habe ich es einmal komplett ohne gemacht und selbst so schmeckt es hervorragend 🤩

    Meine Frage: kann ich eins der Mehle einfach austauschen (zB Roggenmehl statt Dinkel)? Oder variiert die Menge dann?

    Danke für das tolle Rezept und schon mal für die Antwort ❤️

    LG
    Anita

    Antwort
    • April 15, 2024 um 12:50 pm
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      Hallo Anita,
      freut mich wirklich sehr, dass es dir gelungen ist und dir schmeckt. Ich sollte es selbst bald mal wieder backen 😄
      Bzgl. der Mehle ist es nicht ganz so einfach zu beantworten. Schau aber einmal hier, da ist es ganz gut beschrieben. Grad Roggenmehl ist etwas spezieller.
      https://www.dasbackstuebchen.de/grundrezepte/mehle-austauschen
      LG
      Stefan 🍞

      Antwort
  • April 20, 2018 um 5:52 pm
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    Das Brot klingt interessant. Bisher hab ich Lavendel in der Küche nur als Sirup in Cremes oder Kuchen verwendet. Auch in Kräutermischung Provence für grillfleisch oder in Gemüsegerichten mag ich ihn aber nur in kleinen Dosen.

    Antwort
    • April 20, 2018 um 6:02 pm
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      Ja, den Geschmack muss man mögen. Meine Family steht eher auf die kleine Dosierung, ich liebe es intensiver.
      Ich habe es im Kuchen noch nicht probiert, aber kann ich mir auch sehr gut vorstellen 🙂

      Antwort

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